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Andreas Diermair schafft dritte GM-Norm bei Einzel-EM 2018 in Batumi
30.03.2018

International

Andreas Diermair schafft dritte GM-Norm bei Einzel-EM 2018 in Batumi

Vom 17. bis 28. März 2018 wurde im Turniersaal des Sheraton Hotels in der georgischen Großstadt Batumi, am Schwarzen Meer nahe der türkischen Grenze, die offene Europäische Einzel-Schachmeisterschaft 2018, ausgetragen.

Diese Schach-EM hat auf historischem Boden stattgefunden, nämlich dem antiken Königreich Kolchis – dem Land des Goldenen Vlieses –, das schon in den Großepen „Ilias“ und „Odyssee“ von Homer im 8. Jh. v. Chr. genannt und im Großepos „Argonautika“ von Apollonios von Rhodos im 3. Jh. v. Chr. näher beschrieben wird. Wie der „Brockhaus“ schreibt, segelten nach dem griechischen Mythos die Argonauten unter Iasons Führung auf dem Schiff „Argo“ von Iolkos (an der griechischen Halbinsel Magnesia an der Ostküste Thessaliens; heute: Volos am Pagasäischen Golf) nach Aia – dem Sonnenland im Osten, später mit Kolchis am Schwarzen Meer gleichgesetzt – um das Goldene Vlies zu holen, das dort im Hain des Ares von einem Drachen bewacht wurde.

König Aietes versprach Iason das Vlies, wenn er zwei feuerspeiende Stiere vor den ehernen Pflug spanne und dann die von Kadmos übriggelassenen Drachenzähne aussäe, die Aietes von Athene erhalten hatte. Die Tochter des Königs, Medea, gab Iason ein Zaubermittel zum Schutz vor den Stieren und riet ihm, durch einen Steinwurf die aus den Drachenzähnen entsprossenen Krieger zum Kampf gegeneinander anzustacheln.

Da Aietes trotz der Erfüllung seiner Bedingungen das Vlies verweigerte, schläferte Medea bei Nacht den Drachen durch ein Zaubermittel ein, und Iason raubte das Vlies. Die Argonauten segelten mit Medea davon und entzogen sich durch Ermordung und Zerstückelung von Aietes‘ Sohn Apsyrtos der Verfolgung durch Aietes, der die Leiche des Apsyrtos aus dem Meer bergen musste. Nach der Entsühnung durch Kirke schlossen sich weitere Abenteuer an, bevor die Helden nach Iolkos zurückkehrten.

Übrigens, das Goldene Vlies war das goldene Fell eines Widders, auf dem Phrixos und seine Schwester Helle nach Kolchis geflüchtet waren, nachdem er durch die Ränke seiner Stiefmutter Ino geopfert werden sollte. Dort, bei König Aietes angelangt, wurde der Widder Zeus geopfert, sein Fell im Hain des Ares verwahrt.

Doch nun zurück zum eigentlichen Thema:

Insgesamt 302 Personen (279 Männer und 23 Frauen) – darunter 135 GM und 6 WGM . . . –  nahmen an dieser Europameisterschaft teil. Österreich war mit fünf Spielern am Start: GM David Shengelia (Startrang 131), IM Andreas Diermair (132), IM Gert Schnider (183), FM Felix Blohberger (189) und IM Martin Christian Huber (205). Gespielt wurden elf Runden mit einer Bedenkzeit von 90 min für die ersten 40 Züge, danach 30 min für den Rest des Spiels, zuzüglich 30 s je Zug.

Den Sieg und damit den Europameistertitel holte sich mit Startrang 26 der Kroate Ivan Saric mit 8,5 Punkten (Erfolgsquote: 77,3 %). Auf Platz 2 kam, wie gesetzt, mit 8,0 Punkten (72,7 %) der Pole Radoslaw Wojtaszek und auf Rang 3 hat sich mit ebenfalls 8,0 Punkten der Russe Sanan Sjugirov (Startrang 29) festgesetzt. Fünf weitere Spieler mit 8,0 Punkten gingen leer aus. Der topgesetzte russische GM Dmitry Jakowenko musste sich mit 6,5 Punkten und dem 52. Platz begnügen. Eine gute Leistung bot auch der beste weibliche Teilnehmer, die bulgarische GM Antoaneta Stefanowa (Startrang 151), mit 6,5 Punkten (59,1 %) auf Platz 93.

Aus österreichischer Sicht war diese Einzel-EM trotz der Abwesenheit von Markus Ragger durchaus erfolgreich: Als bester österreichischer Spieler schaffte Andreas Diermair nicht nur 6,5 Punkte (59,1 %) und damit den 73. Platz, sondern auch seine dritte GM-Norm. Gegenüber dem Startrang verbesserte er sich um 59 Plätze.

Zum Großmeistertitel, der trotz Pannen nur mit Durchhaltevermögen und Nervenstärke erkämpft werden konnte, gratulieren wir aufrichtig!

David Shengelia erspielte als zweitbester Österreicher bei diesem Turnier mit 6,0 Punkten (54,5 %) den 128. Platz und verbesserte sich gegenüber dem Startrang nur gering. Die drei anderen österreichischen Teilnehmer erzielten jeweils 5,0 Punkte (45,5 %), wobei Felix Blohberger den 182. Platz (+ 7 Plätze im Vergleich zum Startrang) und eine IM-Norm schaffte. Auch dazu herzlichen Glückwunsch!

Gert Schnider belegte den 199. Rang (–16) und Martin Christian Huber den 205. Platz (0).

 

Ergebnisse Einzel-Europameisterschaften von 2000 - 2018

 

Offizielle Website:         

http://www.e2e4.ge/

 

Ergebnisse:                       

http://chess-results.com/tnr295754.aspx?lan=0&art=1&rd=11&turdet=YES&flag=30           

 

mihu / 30.3.2018                               

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